Hüppe fordert Schiedsstellen für häusliche Krankenpflege,
16.11.2001
"Ich begrüße die Ankündigung des Bundesausschusses für
Ärzte und Krankenkassen, die Richtlinien zur Häuslichen Krankenpflege
speziell im Bereich der häuslichen Kinderkrankenpflege überarbeiten
zu wollen. Dies entspricht einer unserer Forderungen im Antrag `Medizinische
Versorgung von Kindern sichern` ", erklärt Hüppe anlässlich
der weiteren Beratung des Ausschusses für Gesundheit zum Pflege-Leistungs-Verbesserungsgesetz.
Erst in der vergangenen Woche hätten Sachverständige im Rahmen
der Anhörung zur medizinischen Versorgung von Kindern im Gesundheitsausschuss
die Richtigkeit dieser Forderung unterstrichen.
"Aber wir dürfen die massiven Schwierigkeiten im Bereich der Finanzierung
häuslicher Krankenpflege nicht vergessen. Pflegedienstverbände
verklagen die Krankenkassen auf Übernahme der Kosten für häusliche
Krankenpflege. Sie wehren sich gegen den Versuch einiger Kassen in den Vergütungsverhandlungen
auf Landesebene, den ambulanten Pflegediensten Dumpingpreise für ihre
Leistungen aufzuzwingen. Die Patientenverbände beklagen eine methodische
Leistungsausgrenzung der Kassen. Jetzt werden die Versicherten und deren
Angehörigen schon aufgefordert, sich gegen solche Verweigerungen massiv
zu wehren", prangert der CDU-Abgeordnete das bestehende Vergütungssystem
der SPD-Regierung an.
Weiter gibt der Parlamentarier zu bedenken, dass sich im Bereich der häuslichen
Krankenpflege gezeigt habe, dass insbesondere für die Vergütungsvereinbarungen
zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern keine ausreichenden Konfliktlösungsmechanismen
beständen. Scheiterten die Verhandlungen der Vertragspartner endgültig,
bliebe nur der Weg vor die Sozialgerichte.
"Ein unhaltbarer Zustand in den die rot-grüne Bundesregierung uns mit
ihrem Erlass zur Verordnung häuslicher Krankenpflege geführt hat",
sagt Hüppe und weiter ", damit hat sie das finanzielle Debakel nicht
stoppen können. Im Gegenteil: Seit dem Erlass sehen sich die Pflegeverbände
einer wahren Flut von Ablehnungen und Kürzungen gegenüber".
"Wir von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben daher einen Änderungsantrag
eingebracht. Wir fordern die Einrichtung von Schiedsstellen für häusliche
Krankenpflege. Die Schiedsstellen können dann, im Falle des Scheiterns
der Vertragsverhandlungen über Preise und Abrechnungen, nach Ablauf
von drei Monaten einen Vertragsinhalt festsetzen", erläutert Hubert
Hüppe den Antrag der Union.
"Die Schiedsstellen bieten die Möglichkeit, zwischen den Vertragspartnern
schnelle und verbindliche Lösungen zu finden. Die Konflikte verringern
sich erheblich. Das wäre ein entscheidender Beitrag zur Sicherung der
umfassenden Versorgung der Versicherten. Rot-Grün hat zu Lasten der
Pflegebedürftigen unseren Antrag abgelehnt", zeigt sich der CDU-Abgeordnete
von der rot-grünen Gesundheitspolitik enttäuscht.