aus: Hellweger Anzeiger, Freitag, 19. Oktober 2001
von Alexandra Rüth
Protest trifft Politik
Ärger über Lkw-Verkehr wächst ständig
Jura (CDU) fordert zum Handeln auf
HOLZWICKEDE • Für die Anwohner der Nord- und der Stehfenstraße
ist das Maß schon längst gestrichen voll. Der Unmut über
den ständigen LKW-Verkehr wird immer lauter, scheint jedoch im Nichts
zu verhallen. Viele suchen die Schuld nun bei der Politik. Außerdem
wächst die Sorge vor der Uberplanung des ehemaligen Zechengelandes "Caroline",
durch die der Schwerlastverkehr noch zunehmen würde.
Gleich mehrere Anrufe gingen in den vergangenen Tagen bei Theo Jura, CDU-Ratsherr
und Anwohner der Stehfenstraße, ein. Der Tenor ist immer derselbe:
"Die Leute sind ziemlich ärgerlich, auch auf die Politik. Denn diese
hat den Bürgern im Norden Ruhe versprochen", sagt Jura.
Knackpunkt ist und bleibt der Bau des Zentrallagers von Elektroböhmer.
Auch die jüngsten Gleisarbeiten der Bundesbahn gingen den Anwohnern
auf den Nerv. "Obwohl viele dafür ja noch Verstandnis hatten." Da fällt
die Last mit den Lastern schon schwerer ins Gewicht.
Weil man rechtlich keine Handhabe hat, die Brummi-Fahrer zum Einschlagen
des rechten Wegs über den Oelpfad zu zwingen, hat auch Jura kein Patentrezept
parat. Trotzdem: "Wir müssen diese Verkehrsprobleme unbedingt angehen",
meint der CDU-Ratsherr und regt an,über eine »Anlieger frei"-Regelung
fiir die Stehfenstraße nachzudenken. So könne auch die Nordstraße
entlastet werden.
Keineswegs förderlich sei das jetzige Problem zudem für künftige
Bauvorhaben."Wenn wir gar nichts unternehmen, wird die Angst vor Caroline
immer größer", hat Jura von den Anwohnern erfahren. "So wird kein
positives Signal gesetzt."