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aus Hellweger Anzeiger: Samstag, 26. Februar 2005

CDU erbost: Kreisel war klare Sache

SPD-Haushaltsvotum widerspricht Zusage aus der Wahlkampfzeit 

Von Sebastian Smulka

HOLZWICKEDE • Der Beschluss der SPD, den Kreisel an der Nordstraße auf den Prüfstand zu stellen, gerät in die Kritik. CDU-Chef Frank Lausmann sprach von einem klaren Wortbruch. 

Die SPD will 450 000 Euro Baukosten für den Nachtwey-Kreisel in das Haushaltsjahr 2006 verschieben. In diesem Jahr soll es statt des Kreiselbaus Verkehrszählungen geben, die die tatsächliche Belastung nach der Eröffnung von Aldi und Rewe an der Stehfenstraße ermitteln. Da auch der Bürgerblock ein solches Vorgehen vorschlägt, ist eine Mehrheit gesichert. 
CDU-Chef Frank Lausmann ging mit SPD und Bürgerblock scharf ins Gericht, weil sich der Rat bereits im vergangenen Sommer klar für den Kreisverkehr ausgesprochen habe. „Es kann doch  nicht sein, dass wir uns vier Wochen vor den Wahlen so weit aus dem Fenster lehnen und nachher alle eine Rolle rückwärts machen. Ich weiß nicht, was das noch mit klarer Politik zu tun hat - und der Bürger dürfte es auch nicht wissen", sagte Lausmann.
Lausmann warnte zudem davor, die Verkehrsbelastung im Norden zu unterschätzen. Es sei richtig, dass im Augenblick auffällig wenig Verkehr sei. Doch das sei eine unmittelbare Folge der gesperrten Autobahnauffahrten. Wenn die Schallschutzmauer fertig sei, werde auch wieder der gewohnte Verkehr herrschen - und die Nachtwey-Kreuzung an die Belastungsgrenze bringen. „Wenn die Einkaufsmärkte dann aufmachen, haben wir ein Problem. Dann erst mit Planungen anzufangen, kann man gegenüber den Bürgern im Norden nicht vertreten", so der CDU-Chef.    


Bildunterschrift unter einem Foto der Nachtwey-Kreuzung:
Streitpunkt Nachtwey-Kreuzung: Hier noch eine weitere Verkehrszählung abzuwarten, ist unverantwortlich, meint CDU-Chef Frank Lausmann.

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