aus Westfälische Rundschau: Dienstag, 12.
Juli 2005
2 Abgeordnete
aus dem Kreis müssen zittern
Unna. (NiK) Dass Hubert Hüppe im
September erneut für die CDU
in den Bundestag einziehen wird, steht so gut wie fest. Allerdings will
er dies 2005 als Direktkandidat tun. "Ich sehe die realistische Chance,
den Wahlkreis diesmal direkt zu gewinnen", sagte Hüppe, der seinem
direkten Konkurrenten Rolf Stöckel (SPD) gestern einen harten
Wahlkampf ankündigte.
Nach den Grünen und der CDU haben an diesem Wochenende auch SPD
und FDP ihre Landeslisten aufgestellt. Danach könnte es sein, dass
künftig nur noch fünf statt sieben Bundestagsabgeordnete aus
dem Kreis Unna kommen. Knapp könnte es etwa für Friedrich
Ostendorff, Bündnis 90/Die Grünen, werden, der im Wahlkreis
Unna I gegen Hüppe, Stöckel und Detlef Knop, FDP, antritt: Er
belegt auf der Landesliste Platz 12 im Gegensatz zu Platz 8 im Jahr
2002, als zwölf Abgeordnete aus NRW entsandt wurden. Somit
müssten die Grünen mindestens die gleiche Anzahl an Stimmen
sammeln wie 2002. Gut abgesichert ist dagegen Hubert Hüppe mit
Listenplatz 22 - im Jahr 2002 zog die Liste bis Platz 39. Er will sich
darauf aber auf keinen Fall ausruhen, wie er gestern ankündigte.
"Menschen mit
Stöckel unzufrieden"
Die Menschen in
seinem Wahlkreis seien "richtig unzufrieden" mit dem
derzeitigen Direktmandatsträger Rolf Stöckel", glaubt
Hüppe. Er verweist auf das Abstimmungsergebnis der Genossen im
Kreis, die Stöckel zwar wieder zu ihrem Bundestagskandidaten
wählten, aber immerhin bei 21 Gegenstimmen. Was Stöckel
selbst nicht zu beunruhigen scheint: Er setzt voll und ganz darauf,
auch diesmal als Direktkandidat gewählt zu werden. Über die
Landesliste hat er mit dem 81. und damit letzten Platz zumindest keine
Chance. Detlef Knop kandidiert bereits zum dritten Mal für den
Bundestag, liegt allerdings mit Platz 46 der FDP-Liste auf einer wenig
aussichtsreichen Position.
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Ohne Wahlkreis gehen die SPD-Bundestagsabgeordnete Martina Eickhoff und
die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Gabriele Kordowski ins Rennen -
allerdings beide mit geringen Chancen. Eickhoff rutschte von Platz 22
auf 44 und könnte damit die zweite Kandidatin aus dem Kreis Unna
sein, die nicht nach Berlin zurückkehrt. Kordowski muss mit
Listenplatz 40 auf deutliche Zugewinne bei den Zweitstimmen für
die Union hoffen.
Noch keine Direktkandidaten hat bislang die PDS im Kreis benannt. Die
Versammlung zur Wahl der Kandidaten, die vergangene Woche stattfinden
sollte, wurde auf den 4. August verschoben. |