aus Hellweger Anzeiger: Samstag, 21. April
2007
1500
Euro mehr für die Vereinsförderung
Kämmerer
lehnt Erhöhung mit Hinweis auf das Haushaltsdefizit
ab
Von Gabriele Hoffmann
HOLZWICKEDE • Fachausschuss
und Rat setzten sich in dieser Woche fast
einmütig über eine Empfehlung des Kämmerers hinweg und
beschlossen die Erhöhung der Zuschüsse an die kulturellen
Vereine.
6300 Euro standen in den vergangenen Jahren bereit, um Vereine wie
Chöre, Brunnenverein, Marokkaner, Plattdeutscher Stammtisch oder
Griechische Gemeinde in ihren Aktivitäten zu unterstützten.
Die Förderung richtet sich nach der Mitgliederzahl des
entsprechenden Vereins, der zuvor einen Antrag gestellt haben muss.
Die CDU hatte bereits im vorigen Jahr die Erhöhung dieser
freiwilligen Leistungen beantragt, die auch im Haushalt 2006 schon
berücksichtigt, aber nicht voll ausgeschöpft wurde. Die
dazugehörige Änderung der Förderrichtlinien jedoch
erfolgte nicht. CDU-Ratsherr Winfried Hardung kritisierte dieses
Versäumnis und gab die Schuld der Verwaltung.
Die Änderung wurde nun nachgeholt, nach dem auch der Ausschuss
für Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaft bei einer
Gegenstimme der Jungen Liste die Empfehlung gegeben hatte.
Auf maximal 7800 Euro oder 6,60 Euro pro Mitglied wurde der
Haushaltsansatz erhöht. Trotz des positiven Beschlussvorschlags
des zuständigen Fachbereichs der Verwaltung macht Kämmerer
Max-Otto Kohl seine Ablehnung deutlich. Mit Hinweis auf das Minus in
Verwaltungshaushalt teilte er mit, dass der Ansatz im Entwurf wieder
6300 Euro und nicht wie 2006 7800 Euro beträgt.
Bei der Abstimmung im Rat lehnte Bernd Busemann von der Jungen Liste
als einziger den Antrag ab. Der Bürgerblock setzte seiner
Zustimmung die Einschränkung „wenn es möglich ist“ hinzu, war
die Fraktion doch zuvor mit dem Antrag zum Frauentreffpunkt gescheitert.
Bildunterschrift
unter einem Foto einer Feier der Griechischen Gemeinde in der Rausinger
Halle: Viele Vereine tragen in Holzwickede zu einem bunt gemischten
Veranstaltungs- und Kulturprogramm bei. Dafür erhalten sie - wie
auch die Griechische Gemeinde - jährlich einen freiwilligen
Zuschuss aus dem Gemeindehaushalt.
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