aus Westfälische Rundschau: Samstag, 21.
Juni 2008
Gemeinderat: Alkoholkonsum und
Vandalismus nicht nur im Emscherpark – viele neuralgische Punkte
Politik rückt Sauberkeit und Ordnung
auf Tagesordnung
von Peter Gräber
Holzwickede. Alle Parteien im Rat wollen sich der
Problematik
Vandalismus, Verschmutzung und Alkoholkonsum auf öffentlichen
Plätzen annehmen.
Das machten ihre Sprecher im Rat deutlich, nachdem die Verwaltung ganz
am Ende der Sitzung mitgeteilt hatte, dass die Forderung nach einem
Alkoholkonsum im Emscherpark nicht umsetzbar sei. „Wir nehmen den
Emscherpark aber verstärkt in Augenschein”, kündigte
Fachbereichsleiter Uwe Detlefsen an. „Parallel dazu haben wir gerade
auch erst wieder die Ordnungspartnerschaft mit der Polizei
aufgenommen.” Personen, die sich im Park ständig aufhielten,
würden angesprochen – auch mehrfach.
„Wir möchten, dass sich Eltern und Kinder im Park sichern
fühlen können”, betonte SPD-Sprecherin Monika Mölle.
„Wir halten diese Maßnahmen für angemessen.” Allerdings gebe
es „viele neuralgische Punkte in der Gemeinde, nicht nur den Park”,
waren sich alle einig. „Wir haben ja schon vor zwei Jahren gefordert,
die Polizeipräsenz zu erhöhen”, erinnerte CDU-Chef Rolf
Kersting. „Für uns ist das der einzig gangbare Weg.”
„Haarsträubend und mindestens so schlimm wie im Park”, ist
für BBL-Sprecher Heinrich Schlinkmann die Situation am Bahnhof.
„Die Verunreinigungen dort sind schlimm. Als Pendler fühlt man
sich manchmal wie in einem Slum.” Auch im Umfeld der
Getränkemärkte werde öffentlich Alkohol konsumiert. „Die
Problematik auf den Park einzugrenzen, reicht nicht aus”, glaubt auch
FDP-Chef Jochen Hake. „Das Problem reicht viel weiter.” Die Fraktionen
regten darum an, dass die Verwaltung das Thema noch einmal unter
größerer Beteiligung von Polizei, Jugendamt und Kirchen
aufgreift und auf die Tagesordnung bringt.
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