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aus Hellweger Anzeiger: Donnerstag, 12. Februar 2009

CDU hält an Umgestaltung des Emscherparks fest

Politik vor allem für Familien – 2009 ist Jahr der Erhebungen und Planungen

                Von Jennifer Bauerfeld

HOLZWICKEDE Das Jahr 2009 steht für die CDU im Zeichen des Erhebens, Rechnens und Planens - und all das wiederum im Zeichen der Jugend- und Familienpolitik.

Das ist das Ergebnis der Klausurberatungen. „Angesichts des voraussichtlichen Defizits in Höhe von 2,6 Millionen Euro haben wir keine Chance, große Sprünge zu machen“, sagte CDU-Fraktionschef Rolf Kersting. Dennoch wollen die Christdemokraten die Weichen stellen für spätere Maßnahmen. Projekte, die vor allem Kindern und Familien in der Emschergemeinde zugutekommen sollen.
„Bevor die Gemeindemitarbeiter ein neues Rathaus bekommen, denken wir an unsere Kinder“, sagte Kersting und bezog sich dabei auf den vom Bürgerblock geforderten Bau eines Rathauses II. Statt eines neuen Verwaltungsgebäudes soll die Mensa/Aula in Angriff genommen werden – allerdings erst einmal nur was die Bedarfsermittlung angeht. „Es ist davon auszugehen, dass die vorhandenen Räumlichkeiten am Schulzentrum nicht so geeignet sind, dass in ihnen eine Verköstigung über Mittag erfolgen kann“, sagte CDU-Fraktionschef Rolf Kersting. Doch bevor die CDU eine Mensa/Aula planen lassen will, sollen Fragen des Bedarfs, des Standortes, der Funktion und auch der Finanzierung geklärt werden. Deshalb fordert die CDU eine vom Ministerium begleitete Machbarkeitsstudie, die mit 20000 Euro im Haushalt berücksichtigt werden soll.
Für Familien will die CDU auch an den geplanten Entwürfen zur Umgestaltung des Emscherparks festhalten – auch ohne Fördermittel. Immerhin hatte die CDU die Umgestaltung des Parks schon vor acht Jahren beantragt – lange bevor die Möglichkeit der Förderung überhaupt in Betracht kam. „Wir müssen erst einmal unsere alten Hausaufgaben abarbeiten, bevor wir neue anfangen“, sagte Kersting. Im Haushalt wurden bereits 250000 Euro für die Emscherpark-Maßnahmen eingestellt. Und die will die CDU nun auch verbauen – mit großen, gepflasterten Platz mit Bäumen und Bänken sowie einladendem Entree zum Park unter Einbeziehung der Parkstraße. Der neue Emscherpark soll Eltern und Kinder zum Verweilen einladen, das Quartier aufwerten.
Mit den Arbeiten soll begonnen werden, unmittelbar nachdem die Emschergenossenschaft ihre Arbeiten im Zuge der Renaturierung abgeschlossen hat. „Immerhin haben wir dann dort schon eine Baustelle, dann können wir das auch in einem Guss machen“, so Kersting. Außerdem sei die Umgestaltung des Zentrums dann endgültig fertig. Wird der Emscherpark nicht jetzt in Angriff genommen, fürchtet CDU-Chef und Bürgermeisterkandidat Frank Lausmann, werde auch später nicht daraus.


Bildunterschrift: Die vorbereitenden Maßnahmen zur Emscher-Renaturierung haben bereits begonnen. Für die Umgestaltung werden derzeit Bäume gefällt. Ist die Emscherernaturierung fertig, soll die Umgestaltung des Emscherparks beginnen. So jedenfalls wünscht es die CDU.

Babysitting am Abend

Die CDU hat junge Familien ins Visier genommen. Die Christdemokraten wollen eine Lücke schließen – und Eltern mit kleinen Kindern helfen, am gesellschaftlichen Leben in der Emschergemeinde teilzunehmen. „Bei einer Betreuung durch Kindermädchen stoßen Normalverdiener schnell an ihre Grenzen“, so Rolf Kersting. Das soll nicht so bleiben. Die CDU will an einer Lösung arbeiten, wie Betreuung von Kleinkindern am Abend ermöglicht werden kann. Die Gemeinde soll dazu gegebenenfalls die Räume, einen Kindergarten etwa, zur Verfügung stellen. Möglich sei auch die Gründung eines Elternvereins. In Eigenverantwortung könnten Eltern die gegenseitige Beaufsichtigung regeln. Das Projekt ist nicht als Aufsicht gedacht, damit Eltern am Abend arbeiten können. • jba

Kinder sollen auf Rasen bolzen

Politik für Kinder und Familien - das hat sich die CDU auf ihren Fahnen geschrieben. Dazu passt der Wunsch, am neuen Bolzplatz festzuhalten. Da der Bereich direkt neben dem Stadion als Standort für den neuen Platz nicht mehr infrage kommt, favorisieren die Christdemokraten nun einen Platz in der Nachbarschaft. „Ob Jahn- oder Montanhydraulikstraße, das ist uns egal", so CDU-Fraktionschef Rolf Kersting. Wichtig sei nur die Stadionnähe. Was die Oberfläche angeht, hätten die Christdemokraten am liebsten natürlichen Rasen. „Die bisherige Ausführung in Asche bot erhebliche Verletzungsgefahr, das gilt auch für Asphalt", so Kersting. Kunstrasen ist am sichersten. Allerdings darf dieser nur mit geeignetem Schuhwerk betreten werden. Fällt die Entscheidung letztlich doch für Kunstrasen, „dann sollte man dort auch bitte mit normalem SchuhWerk pöhlen dürfen", so Kersting.
Eine Nutzung des Platzes am Nachmittag durch Vereine schließt er aus. „Es soll ja schließlich ein Jedermann-Platz sein."  • jba


Bildunterschrift: Am liebsten möchte die CDU einen Bolzplatz mit natürlichem Rasen. Wenn Kunstrasen, dann aber bitte für jedermann. Von einem Betreten nur mit entsprechendem Schuhwerk wie an der Opherdicker Straße will die CDU absehen.

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