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aus Hellweger Anzeiger: Donnerstag, 16. April 2009

„Wer sich nicht einbringt, kann nichts ändern“ 

Serie stellt den Parteiennachwuchs vor – 1. Teil: Junge Union formiert sich neu

                Von Gabriele Hoffmann

Holzwickede Politik ist in der Emschergemeinde eher eine Angelegenheit der älteren Generation. Eine aktive Parteijugend gab es lange nicht. Das könnte jetzt anders werden. Der politische Nachwuchs formiert sich neu. In lockerer Reihenfolge stellen wir die Jugendgruppen der Holzwickeder Parteien vor.

Die Junge Union besteht seit vielen Jahren. Parteichef und Bürgermeisterkandidat Frank Lausmann leitete sie von 1990 bis 1993. Seit fünf Jahren ist Stefanie Spiekermann die Chefin. Im Wahlkampf 2004 trat die Jugendorganisation in Erscheinung, danach wurde es ruhiger. Beständig blieb das Engagement bei den Sammlung des Pater Beda Aktionskreises. Dort sorgen die JUler seit Jahren für die Verpflegung der Helferinnen und Helfer.
Nach der Babypause will Stefanie Spiekermann (27) jetzt mit der JU wieder durchstarten. Ab Mai zwar nicht mehr als Vorsitzende, aber als aktives Mitglied. Der harte Kern der Jungen Union besteht zurzeit aus etwa sieben Mitgliedern. Maik Wege findet es gut, dass nicht nur Studenten, sondern ganz normale werktätige, politisch interessierte junge Leute in der JU mitarbeiten.
Die Frauen sind allerdings in der JU ebenso wie in der Fraktion unterrepräsentiert.
Zu den Treffen (am 15. Mai ist die nächste Mitgliederversammlung mit Wahlen) kann jeder kommen und seine Ideen, Wünsche oder Anregungen vortragen. Stefanie Spiekermann sagt: „Wer sich nicht einbringt, kann nichts ändern.“ Die Junge Union fühlt sich von der CDU in Holzwickede gut unterstützt. Die Öffnung und Modernisierung der Bundespartei gerade in der Familien- und Frauenpolitik kommt beim CDU-Nachwuchs gut an.
Dass die Politik vor Ort jünger wird, wünschen sich die JUler und sehen in der Kandidatur von Frank Lausmann einen Anfang. Dieser bestärkt die JU: „Es wird Zeit für einen Neuanfang.“
Wenn der Neuaufbau der Gruppe abgeschlossen ist, will die JU intensiver mitmischen und sich vor allem in Hinblick auf die Kommunalwahl 2014 empfehlen. Und dafür hofft sie auf neue Mitstreiter. „Frische Ideen können nicht schaden“, so Spiekermann.
Im Wahljahr 2009 tritt die Nachwuchsorganisation schon mit einigen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit, möchte junge Wähler mobilisieren und plant einen Erstwählerbrief. Bei allen Aktionen der CDU will auch die Junge Union dabei sein. Außerdem soll im Juni die Schuldiskussion von 2005 mit der Abgeordneten Gabriele Kordowski fortgesetzt werden. Beim City Spaß ist ein großer Wettbewerb mit attraktiven Preisen geplant. Für die Fahrt ins Fantasialand am 5. September nimmt Stefanie Spiekermann bereits Anmeldungen (Tel. 1 39 38) entgegen. Der Preis für Fahrt und Eintritt beträgt 33 Euro.
Zielgruppe der Jungen Union sind die 16- bis 35-Jährigen. Sollten sich jüngere Leute für die Parteiarbeit interessieren, ist Spiekermann der Gründung einer Schülerunion nicht abgeneigt. Themen gibt es für die jungen Leute in den nächsten Jahren genug. Maik Wege (23) weiß aus eigener Erfahrung, dass in der Gemeinde ein Treffpunkt fehlt. Gerade jetzt nach der Schließung des Emscherhofs hätten junge Erwachsene hier keine Kneipe mehr, in der ihre Musik gespielt wird, bedauert er.
Die Junge Union ist im Internet über die Homepage der CDU www.cdu-holzwickede.de erreichbar.
Die E-Mail Adresse der Jungen Union Holzwickede lautet ju-holzwickede@web.de


Bildunterschrift unter einem Foto einer "Beköstigungsaktion" bei der Sammlung für "Pater Beda": Die Junge Union sorgt seit einigen Jahren für die Verpflegung der Helfer bei der Altpapiersammlung des Aktionskreises Pater Beda. Beisitzer Bernd Kompernaß betätigte sich bei der Oktobersammlung als "Grillmeister". Am 25. April werden die JUler wieder dafür sorgen, dass die Helfer bei Kräften bleiben.

Die Junge Union in Deutschland

1945 gründeten sich die „Jungen Aktion“ und die „Arbeitsgemeinschaft junger Deutscher in der CDU“. 1946 versammelten sich in Recklinghausen Vertreter der acht Landesverbände zu einer konstituierenden Sitzung und beschlossen, dass sich die Altersgruppe 18 bis 35 Jahre künftig „Junge Union“ in der CDU nennt. 1948 wurde die JU in der Sowjetischen Besatzungszone von Moskau und Ost-Berlin verboten und musste ihre Arbeit im Osten Deutschlands einstellen. Im Juni 1972 gründet sich bundesweit die Schüler Union (SU). 1998 wird Hildegard Müller als erste Frau Bundesvorsitzende der JU.
Die JU Deutschlands hat heute rund 130000 Mitglieder ist nach eigener Aussage damit der größte politische Jugendverband in Deutschland und Europa.

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