aus Hellweger Anzeiger: Mittwoch, 12. August
2009
Kindertrödel
nicht an den Rand drängen
Die
Ferien und der Ferienspaß sind zwar beendet, aber Holzwickedes
Kinder haben noch eine Attraktion vor sich. Sie freuen sich schon auf
den traditionellen Trödelmarkt beim City Spaß.
Der steht jedoch, wie bereits berichtet, wegen der Großbaustelle
im Park, auf der Kippe. Der Aktivkreis Holzwickede hatte vermeldet, der
Trödel findet nicht statt. Und damit einigen Protest
ausgelöst.
Der Kindertrödelmarkt hat sich aus ganz kleinen, unorganisierten
Anfängen auf der Hauptstraße verselbstständigt. Der AKH
ist offiziell nie als Veranstalter aufgetreten, hat den
Trödelmarkt im Park als Mitläufer angesehen. Alles andere
hätte Personalaufwand bedeutet. „Und das ist das Problem“, gab
AKH-Vorsitzender Thomas Siegel gestern zu.
Wegen der öffentlichen Reaktionen sind nun AKH und
Bürgermeister im Gespräch über eine Lösung. Ein
wichtiges Argument sind dabei die Parkplätze auf dem Markt.
Grüne und Bürgerblock wollen, wie Samstag berichtet, den
Marktplatz den Kindern zur Verfügung stellen, statt sie an den
Rand zu drängen.
„Je zentraler, desto besser“, sagte auch Bernd Busemann von der
„jungenliste“. FDP-Parteichef und evangelischer Presbyter Fritz
Bernhardt kann sich die Wiese und den Vorplatz der Kirche am Markt als
Alternative vorstellen. Für SPD-Vorsitzenden Dennis Herkelmann ist
es wichtig, dass der Trödel überhaupt stattfindet, weil
Kinder wenig ähnliche Gelegenheit haben, ihre Spielsachen zu
verkaufen.
CDU-Parteivorsitzender Frank Lausmann äußerte gestern eine
ganz neue Idee. Da die Parteien abgesprochen haben, ihre
Wahlstände nur am Samstag aufzubauen, entstehen am Sonntag
Freiflächen auf der Hauptstraße. Dort könnten die
Kinder dann nachrücken, meinte Lausmann, der selbst als Junge
schon beim City Spaß getrödelt hat.
Bliebe allerdings die Fragen offen, wohin die Kinder am Samstag
dirigiert würden und ob auf der Hauptstraße überhaupt
alle Platz fänden. Der Trödelmarkt ist in den Jahren
ständig gewachsen.
Auf keinen Fall sollten die Kinder zu weit von der Festmeile
abgeschoben werden. Darin sind sich alle Parteiensprecher einig. Denn
eine kinderfreundliche Gemeinde wollen sie doch alle. • ho-
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