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aus Hilgenbaum info: 52, April 2011

„Kostenexplosion bei der Carolinebrücke“ 

Das direkte Gespräch mit dem Bürger sucht die CDU Holzwickede mit der neuen Veranstaltungsreihe „Bürgerstammtisch“ zu aktuellen kommunalpolitischen Ereignissen. Zur Auftaktveranstaltung zum brisanten Thema „Kostenexplosion bei der Carolinebrücke“ nutzten zahlreiche Bürger die Gelegenheit zur kontroversen und lebhaften Diskussion. Zur Erläuterung der Fakten waren Bürgermeister Jenz Rother und der zuständige Fachbereichsleiter Jens-Uwe Schmiedgen eingeladen. In zeitlicher Reihenfolge, versuchte die Verwaltungsspitze ihr Handeln und Probleme während der Bauphase zu verdeutlichen. Als wesentlichen Kostentreiber wurden der veränderte Baugrund unter dem roten Mittelpylon, der zur Zeit der Auftragserteilung immens gestiegenen Stahlpreis sowie notwendigen Überplanungen bei den Aufzügen und bei der Beleuchtung angegeben. Mit großem Unverständnis wurde die Informationspolitik der Verwaltung kritisiert. Sie hatte bereits im August 2010 Fördermittel in Höhe von bis zu drei Millionen Euro bei der Bezirksregierung beantragt, dieser Betrag entsprach einer Hochrechnung des Treuhänders NRW Urban. „Dass die Brücke im ungünstigsten Fall wirklich bis zu drei Millionen Euro kosten wird, sei aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar gewesen“, sagte Fachbereichsleiter Schmiedgen. CDU-Parteichef Frank Lausmann erklärte, weshalb die CDU seinerzeit den Brückenbau befürwortet hatte: „Wir wollten eine moderne Stadtentwicklung im Bereich der ehemaligen Caroline, eine attraktive Verbindung von Nord und Süd und einen sicheren Schulweg.“ Nicht akzeptabel für die Politik hingegen sind die nicht zeitnah vermittelten Kostensteigerungen. Rother und Schmiedgen benannten Kommunikationsprobleme zwischen Verwaltung, Treuhänder und Politik. „Der Beirat Caroline hätte viel öfter tagen müssen und ich hätte auch häufiger selbst an den Baubesprechungen teilnehmen müssen“, räumte Bürgermeister Rother auch persönliche Fehler ein. Künftig müsse mehr Transparenz her. Um verloren gegangenes Vertrauen wieder herzustellen, sollen alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden, um sämtliche Widersprüchlichkeiten bei den Kosten aufzuzeigen. Die CDU wird diesen Prozess kritisch begleiten und fordert eine vollständige Offenlegung aller entstandenen Kosten und eine durchgreifende Kostenkontrolle bei künftigen Projekten.


Dazu wurde dieses Foto in Schwarz-Weiß veröffentlicht:


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